Installation und Inbetriebnahme
Du installierst das Plugin wie jede Shopware-Erweiterung über den Store oder per Upload unter Erweiterungen → Meine Erweiterungen und aktivierst es dort. Danach sind zwei Schritte nötig, damit die Hintergrundaufgaben wirklich laufen — sie werden gern vergessen, und ohne sie schweigt das Plugin still.
Nach der Installation: Consumer und PHP neu starten
Der Message-Consumer und der PHP-Opcode-Cache halten den Stand von vor der Installation fest. Starte deshalb beides neu:
- Message-Consumer neu starten — je nach Setup den Dienst neu starten (z. B.
systemctl restart shopware_messenger) oder deinen Supervisor/das Hosting-Panel nutzen. Symptom, wenn dieser Schritt fehlt: Fehlermeldungen wieNo handler for message …im Log, und Protokoll sowie Erkennung bleiben leer. - PHP neu laden (FPM/OPcache) — z. B.
systemctl reload php8.2-fpmoder den „PHP neu starten"-/„OPcache leeren"-Knopf deines Hosters. Symptom, wenn dieser Schritt fehlt: Fehler wieNo definition found for entity type …. Einbin/console cache:clearplus Consumer-Neustart hilft ebenfalls.
Auf Managed-Hosting ohne direkten FPM-Zugriff reicht der Consumer-Neustart über das Hosting-Panel; der Consumer lädt die neuen Aufgaben spätestens bei seinem nächsten automatischen Neustart.
Installation prüfen
Zwei Konsolen-Befehle zeigen dir, ob alles wie vorgesehen arbeitet:
php bin/console coe:bot-shield:audit:doctor
php bin/console coe:bot-shield:config:doctoraudit:doctorprüft die Protokoll-Kette Ende zu Ende. EinPASSbedeutet, dass das Plugin Protokolldaten korrekt schreibt.config:doctorprüft deine Konfiguration und bewertet sie mit PASS, WARN oder FAIL; die Gesamtbewertung steht in der letzten Zeile (Verdict: …). Der Befehl meldet unter anderem Betriebsmodus, Lizenztarif und die gewählten Schutzstufen mit dem jeweils geltenden Wert, benennt Einstellungen, die aktiviert, aber wirkungslos sind, und weist auf offene Vorschläge hin, für die kein Flow eingerichtet ist. Er sagt dir auch, ob der Shop die Seitenaufrufe sieht — wird der Seiten-Cache von einem vorgeschalteten Server oder CDN ausgeliefert, bleibt die Erkennung auf diesen Seiten wirkungslos (siehe Grenzen). Zusätzlich zeigt er die Sicherheitsprüfung für unbekannte Besucher und, ob der KI-Analyst überhaupt zum Sperren kommt.
Nach dem Update auf 7.1: Das ändert sich für deinen Shop
- Schutzstufen: Bei einem bestehenden Shop steht jede Schutzstufe nach dem Update auf Benutzerdefiniert — deine bisherigen Werte gelten unverändert, bis du eine andere Stufe wählst. Eine Neuinstallation startet mit Standard. Mehr dazu unter Schutzstufen.
- Sicherheitsprüfung für unbekannte Besucher: Die Funktion ist nach dem Update eingeschaltet und greift im Betriebsmodus Durchsetzen. Prüfe vorher, ob Dienste wie Link-Vorschauen oder dein Monitoring auf der Freigabeliste stehen müssen — Details unter Sicherheitsprüfung.
- Dauer der automatischen Sperre: Der neue Standard beträgt 360 statt 60 Minuten, gilt aber nur für Neuinstallationen. Steht bei dir noch 60, hebst du den Wert in der Plugin-Konfiguration an (Karte Scraper-Schutz).
- Entfernte Einstellungen: Die NAT-Freistellung, das Rate-Limit für sonstige Anfragen, das Rate-Limit-Fenster, die vier User-Agent-Flotten-Werte und die LLM-Netzklassifizierung gibt es nicht mehr. Gespeicherte Werte dazu liest das Plugin nicht mehr.
- Tarifprüfung: Welche Funktionen dein Tarif enthält, prüft das Plugin über den Lizenz-Server des Herstellers. Dafür muss der Scheduled-Task-Runner deines Shops laufen (siehe Lizenz und Tarife).
Alte Einstellungen aufräumen
Reste von Einstellungen, die frühere Versionen angelegt haben und die nichts mehr liest, listet dieser Befehl auf:
php bin/console coe:bot-shield:config:prune # nur anzeigen
php bin/console coe:bot-shield:config:prune --apply # löschenOhne --apply zeigt der Befehl nur an und löscht nichts. Er erfasst auch Werte, die nur für einen einzelnen Verkaufskanal gespeichert sind, und gibt nie einen gespeicherten Wert aus. Einen Eintrag, dessen Löschen eine gültige Einstellung mitlöschen würde oder den Shopware nicht löschen kann, zeigt er mit Begründung an und löscht ihn nie.
Deinstallation
Bei der Deinstallation entscheidest du über die Daten: Lässt du die Benutzerdaten behalten, bleiben Sperrliste, Freigabeliste, Protokoll und die Messdaten der Erkennung erhalten. Entscheidest du dich fürs Löschen, entfernt das Plugin alle Datentabellen — Sperr- und Freigabeliste, Protokoll, Tempo- und Adressproben und das Vorschlagsprotokoll — und zusätzlich die Backups des Edge Exports vollständig.
Wirf deine Aufgabe rein — im Schnitt ist sie in 72 Stunden erledigt. Ohne Angebotsschleife, ohne Stundenzettel, ohne Meeting-Zwang. Und wenn's nicht mehr passt: jederzeit kündbar.